Im Gespräch mit Ayatollah Seyyed Ali Milani

Ayatollah Seyyed Ali Milani

Wie ist die Meinung Ihrer Exzellenz hinsichtlich der in Hamburg gegründeten Hauzah?

Einer der Angelegenheiten, die ich in der gestrigen Sitzung angesprochen hatte war, dass wenn wir überall einheimische Studenten der islamischen Theologie haben, die einheimisch sind und auf traditionelle Art und Weise ausgebildet werden, dies zu unserem Vorteil, d.h. zum Vorteil der Rechtsschule sein wird. Dies gilt auch für die europäischen Länder. Die Islamisch-Theologischen Hochschulen müssen in verschiedenen Provinzen und Ländern gegründet werden. Ich weiß nicht, ob diese Sache in anderen Orten in Deutschland begonnen wurde, aber in Hamburg wurde dies alhamdulillah realisiert und ich habe einige Studenten gesehen und mit einigen von ihnen gesprochen. Es ist sehr angemessen, dass neben dieser Moschee, die auf Geheiß Großayatollah Boroujerdis gegründet und von Großayatollah Milani vollendet wurde, eine solche Gelegenheit entstehen konnte. Dass Personen hier ausgebildet werden können, die jeder gemäß ihrer Kapazität Gelehrte werden können, die gottesfürchtig und wissend sind. Dass sie in diesen Breitengraden für das Wissen der Ahl-ul-Bayt (a.) werben können und es verbreiten. Und sollten in benachbarten Ländern noch keine Islamisch-Theologischen Hochschulen gegründet worden sein oder erst später gegründet werden, können wir dann aus Hamburg Gelehrte in angrenzende Staaten ausschicken, die Islamisch-Theologische Hochschulen gründen.

Diese Sache ist eine wertvolle und fundamentale Angelegenheit. Sie ist für die Zukunft von immenser Bedeutung und genießt selbstverständlich die Bestätigung aller Maraja und der Islamisch-Theologischen Hochschulen, der Islamisch-Theologischen Hochschule in Qum.

Allerdings ist klar, dass die Studenten aus moralischer, wissenschaftlicher und praktischer Sicht so ausgebildet werden müssen, dass sie in Zukunft wirklich als Wissende in der Scharia gelten und diese beschützen können. Sie müssen stark in den Glaubensfundamenten und aus moralischer Sicht Vorbilder für andere sein. Dies ist einer der Wünsche. Möge der erhabene Gott Sie erfolgreich werden lassen, sodass Sie diese Sache auf bestmögliche Art und Weise vervollständigen mögen und die Früchte dieser Arbeit insha Allah baldmöglichst sehen.

Welche Verantwortung haben in dieser Hinsicht die islamischen Zentren?

Ich habe es bereits gestern gesagt und empfohlen und empfehle auch nun den islamischen Zentren, die sich in den verschiedenen Regionen Deutschlands befinden, dass sie junge Leute ausfindig machen sollen, die die Bereitschaft haben diesen Weg einzuschlagen und aus religiöser und moralischer Sicht die Kompetenz zum Eintritt in die Islamisch-Theologische Hochschule aufweisen. Dies habe ich gestern empfohlen und unterstrichen und sage auch nun sowohl der Jugend selbst, als auch den Verantwortlichen der islamischen Zentren, dass sie dieser Sache nachgehen und zusammenarbeiten sollen.

Einige junge Menschen oder ihre Familien im Speziellen zweifeln an diese Angelegenheit. Sie möchten, dass ihre Kinder nicht-theologische Studienfächer studieren, wie bspw. Maschinenbau oder Medizin.  

Dies gibt es auch in Iran. Auch in Iran begrüßen dies einige Familien nicht und glauben, dass bspw. ihr Kind materielle und immaterielle Probleme bekommen wird und dergleichen. Doch dem ist nicht so. Sollte jemand in die Islamisch-Theologie Hochschule, egal wo auf der Welt, eintreten, gut lernen sowie Gottesfurcht und Wissen vereinigen können, wird dies zur Glückseligkeit im Diesseits und Jenseits führen. Es führt zur Würde für seine Familie, sowohl im Diesseits, als auch im Jenseits. Dies muss den Familien aufgezeigt werden. Allerdings ist es eine schwere Verantwortung und die Ausbildung solcher jungen Menschen ist keine einfache Aufgabe. Mögen Sie mit der Hilfe des Statthalters der Zeit (aj.) dieser Aufgabe nachgehen können und gute Ergebnisse erhalten. Der Frieden Gottes sei mit Muhammad (s.) und seiner reinen Nachkommenschaft.

 

Das Gespräch führte A. Haghighi, islamische-akademie.de

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